Annette von Droste-Hülshoff

Denn von den Sternen grüß‘ ich euch

Als Frau hatte es Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848) nicht leicht, ihre Passion zum Dichten und Komponieren zu leben. Zu sehr war sie den damals gültigen gesellschaftlichen Konventionen verpflichtet, die ganz besonders den Adel betrafen, zu dem sie gehörte. Mit dem Programm Denn von den Sternen grüß‘ ich euch versucht das Musikalisch-Literarische Quartett, einerseits die Hintergründe und Zusammenhänge begreifbar zu machen, andererseits aber auch, der Droste und ihrem Wirken etwas mehr Bedeutung zu verleihen, als es die Zeit damals zuließ.

Die erste CD des Musikalisch-Literarischen Quartetts, die das gesamte Programm enthält, entstand 1994 u. a. in der Absicht, allen Protagonisten der DM-Geldscheine ein künstlerisches Denkmal zu setzen, was fast gelungen wäre – hätte sich nicht der €uro 2001 den Platz erobert. Der Titel des Programms und auch der CD entstammt ihrem Gedicht:

Letzte Worte

Geliebte, wenn mein Geist geschieden,
So weint mir keine Träne nach;
Denn, wo ich weile, dort ist Frieden,
Dort leuchtet mir ein ew’ger Tag!

Wo aller Erdengram verschwunden,
Soll euer Bild mir nicht vergehn,
Und Linderung für eure Wunden,
Für euern Schmerz will ich erflehn.

Weht nächtlich seine Seraphsflügel
Der Friede übers Weltenreich,
So denkt nicht mehr an meinen Hügel,
Denn von den Sternen grüß‘ ich euch!

 

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