Ensemble

Hans Hermann Jansen

studierte nach dem Besuch eines musischen Internatsgymnasiums in Gaesdonck an der Detmolder Musikhochschule Schulmusik, Musikwissenschaft, Musiktheorie sowie Gesang und an der Universität Bielefeld Literaturwissenschaft. Er besuchte Meisterkurse u. a. bei Gérard Souzay, Kurt Moll, Robert Spencer und Dietrich Fischer-Dieskau. Neben seiner langjährigen pädagogischen Tätigkeit als Gesangslehrer arbeitete er von 1986 bis 2005 als Sänger in der Chapelle Royale in Paris, dem Collegium Vocale Gent und dem EVE (European Vocal Ensemble). Weitere Aktivitäten im Bereich Barockmusik folgten bei La Petite Bande, Anima Aeterna und Amsterdam Baroque. Er sang unter bedeutenden Dirigenten wie Giuseppe Sinopoli, Jordi Savall, Gustav Leonhardt, Philippe Herreweghe, Hans Vonk und Ton Koopman. 1993 gründete er die Gesellschaft der Musikfreunde der Abtei Marienmünster e.V., 1995 das Duo Philomele (Gesang/Gitarre), 1996 die Solistenformation ColVoc Detmold∙Leipzig und das Musikalisch-Literarische Quartett. Auf Festivals und Akademien in der Schweiz, Österreich, Frankreich, Belgien, Italien und Deutschland ist er darüber hinaus ein gern gesehener Dozent mit seinen Themen, die von der Gregorianik bis hin zu zeitgenössischen Kunstprojekten reichen. Er lebt mit seiner Familie in Detmold und Marienmünster und arbeitet als Konzertsänger und Gesangspädagoge in mehreren Bildungsinstitutionen. Als Vorstandsmitglied der Grabbe-Gesellschaft setzt er sich nach Kräften auch für die drei Detmolder Dichter Christian Dietrich Grabbe, Ferdinand Freiligrath und Georg Weerth ein. Er ist Vorstandsmitglied der Kulturstiftung Marienmünster und wurde 2007 mit der Heinz-Krekeler-Medaille und 2011 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.


Eva Thalmann

erhielt ihre Ausbildung im Fach Pädagogik, Gesang, Sprecherziehung und Schauspiel in Hannover, Detmold und zuletzt in Frankfurt a. M. Seit 1995 arbeitet sie als Künstlerin in unterschiedlichen Ensembles (Chansontheater Fortepiano, Musikalisch-Literarisches Quartett und canta filia), als Trainerin für Bühnenpräsenz am Hochbegabtenzentrum der Hochschule für Musik Detmold sowie in zahlreichen Projekten von Erwachsenenbildungsstätten mit Schwerpunkt Frauenbildung. Ihre künstlerischen Erfahrungen kann die ausgebildete Familientherapeutin und Systemische Beraterin auch in der Arbeit mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen in Krisensituationen einsetzen.


Joachim Thalmann

ist Musiker, Journalist und Hochschullehrer. 1976 erhielt er einen Lehrauftrag an der German School London und studierte Musikwissenschaft am King‘s College London. Es folgte ein Magister Artium in Literatur- und Musikwissenschaft. Thalmann ist Mitherausgeber der Johann Hermann Schein-Gesamtausgabe. 1987 promovierte er mit einer Dissertation über Brahms. Seither ist Thalmann künstlerisch und journalistisch tätig als Moderator und Redakteur für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, das Zweite Deutsche Fernsehen, den Hessischen Rundfunk und den Westdeutschen Rundfunk. Als Sänger und Schauspieler konzertierte er in vielen Formationen in allen Erdteilen und arbeitete für alle deutschen Rundfunk- und Fernsehanstalten. 1990 wurde er zudem Referent für Öffentlichkeitsarbeit an der Hochschule für Musik Detmold. 1998 erhielt Thalmann dort einen Lehrauftrag für Musikpublizistik im Studiengang Musikvermittlung / Musikmanagement, wenige Zeit später auch an der Hochschule für Künste in Bremen und an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. 2007 ernannte ihn der Senat der Hochschule für Musik Detmold zum Honorarprofessor. 2008 wurde Thalmann vom Innovationsminister des Landes NRW als eine der 25 kreativsten Persönlichkeiten des Bundeslandes ausgezeichnet.


Axel Wolf

deckt als einer der profiliertesten Vertreter der Gitarre bzw. Laute ein großes Spektrum vom Solospiel über Kammermusik bis hin zum Orchestergraben ab. Sein Studium absolvierte er bei Hans Michael Koch. Neben Meisterkursen bei Nigel North und Hopkinson Smith folgten weitere Studien bei Rolf Lislevand. Von 1986 bis 2003 lehrte Axel Wolf an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Konzerte führten ihn auf internationale Festivals wie in Brügge, Utrecht oder Edinburgh, nach Rom, Tokio und New York, als Solist oder mit Ensembles wie der Musica Fiata (Köln), dem United Continuo Ensemble, dem Freiburger Barockorchester, dem Orchestra of the Age of Enlightenment oder The English Concert London. Von 2000 an wirkte er als regelmäßiger Gast an der Bayerischen Staatsoper in allen Händelaufführungen unter dem Dirigat von Ivor Bolton, Harry Bicket und Christopher Moulds mit. In Opern-, Konzert- und CD-Produktionen arbeitete er zusammen mit Dirigenten wie Peter Schreier, Alan Curtis oder Joshua Rifkin. Neben zahlreichen Aufnahmen als Continuospieler erschienen vier Soloeinspielungen von Axel Wolf: Opera for Lute von Johann Adolph Hasse, Johann Sebastian Bach: Musik für Laute sowie Chiaccona, Werke für Laute und Chitarrone von Alessandro Piccinini. 2014 folgte seine neueste CD Friends of the Lute mit Fokus auf die genialen Lautenwerke von Silvius Leopold Weiss.


Matthias Veit

wurde in Stuttgart geboren, studierte Klavier und Gesang und fand schon frühzeitig Beachtung als Lied- und Instrumentalbegleiter. 1992 erhielt er den Gundula-Janowitz-Preis des Internationalen Schubert-Wettbewerbs in Graz und die Aufnahme in die „Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler“ des Deutschen Musikwettbewerbs. Seit 1995 Klavierduo mit Henning Lucius. Neben solistischen Auftritten dokumentieren auch zahlreiche Konzerte als Sänger (u. a. selbstbegleitet, auch mehrfach beim Schleswig-Holstein-Festival) seit 1995 nicht nur seine Vertrautheit mit dem vokalen Bereich, sondern auch die Vielseitigkeit als konzertierender Musiker. Seit 1996 erfolgten Einladungen als Meisterkursdozent für Liedduo bei den Internationalen Festspielen in Savonlinna/Finnland, als offizieller Begleiter auf verschiedenen Lied- und Instrumentalwettbewerben, darunter dem der ARD München (für Violoncello). 1997 bis 1999 hatte er eine Interims-Professur an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg inne und arbeitete bereits an verschiedenen Hochschulen sowie seit 1999 mit eigener Liedklasse an der Musikhochschulen Lübeck und Rostock (seit 2006). Sein umfassendes Interesse an Kunst (Ausstellungen eigener Malerei seit 1996), Literatur, Theater – wozu u. a. auch szenische Liederabende mit der langjährigen Gesangspartnerin Ulrike Bartusch gehören – und Film prägen seine pädagogische Arbeit wie seine Konzerttätigkeit, innerhalb derer er auch mit innovativen und genre-übergreifenden Programmkonzepten hervortrat, ebenso wie zahlreiche Rundfunk-, CD- und TV-Produktionen.


Peter Schütze

geboren in Detmold, studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie in Mainz und Marburg. Er promovierte mit einer Arbeit über Peter Hacks, arbeitete als Journalist, Librettist und Übersetzer und unterrichtete Theater- und Filmgeschichte an der Universität Bochum. Seit 1976 war er als Dramaturg, Regisseur und Darsteller an namhaften Staats- und Stadttheatern beschäftigt, z. B. am Thalia Theater Hamburg, wo er Gelegenheit hatte, mit so namhaften Kollegen wie Rudolf Noelte, Peter Beauvais, Peter Striebeck und Will Quadflieg zu arbeiten. In Hagen, wo er lange als Chefdramaturg wirkte, inszenierte er unter anderem Hebbels Maria Magdalena, Lessings Minna von Barnhelm und Kleists Zerbrochenen Krug, für die Schloss-Spiele Hohenlimburg Die Räuber, Es war die Lerche, Die Physiker, Loriots Dramatische Werke, Ein Sommernachtsnachtraum, Das andalusische Mirakel, Hamlet, Agatha Christies Mord im Pfarrhaus und im Jahr 2010 Molières Komödie Tartuffe . Als Autor zahlreicher Publikationen und Bühnenwerke ist Peter Schütze ebenfalls hervorgetreten, so auch mit Martin Luther-Stücken für den Kultursommer Wittenberg. Seit 1988 hat er mit mehr als 70 literarischen, humoristischen und satirischen Programmen Deutschland bereist. Regelmäßig werden Lesungen mit ihm an der FernUniversität Hagen veranstaltet. Zu seinem Repertoire gehören Texte u.  a. von Wilhelm Busch, Goethe, Schiller, Heine, Fontane, Morgenstern, Tucholsky, Ringelnatz und Kästner. Zu seinen Lieblingsrollen zählen der Felix (Ein seltsames Paar) und der Judas in Ich, ein Jud von Walter Jens. In Detmold ist er Präsident der Christian Dietrich Grabbe-Gesellschaft, außerdem wirkt er als Lehrer an der Siegburger Schauspielschule.


Susanne Peuker

wurde in Rostock geboren. Von 1984 bis 1988 studierte sie an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar klassische und E-Gitarre. Schon in der Zeit galt ihr besonderes Interesse der Alten Musik. Deshalb entschloss sich Susanne Peuker 1991 für ein Aufbaustudium im Fach Laute an der Akademie für Alte Musik Bremen bei Stephen Stubbs. Als Stipendiatin der Heinrich Böll Stiftung hatte sie die Möglichkeit, sich zwei Jahre intensiv mit der Spieltechnik der Lauteninstrumente, mit Solo- und Continuospiel und mit der historischen Aufführungspraxis zu beschäftigen. Nach Abschluss des Studiums vertiefte sie ihre Studien bei einem einjährigen Aufenthalt in den USA bei Paul O’Dette und Pat O’Brien. Seit 1995 widmet sich Susanne Peuker der freischaffenden Lehr- und Konzerttätigkeit. Als Solistin und als Kammermusikpartnerin führten ihre Konzertreisen durch ganz Deutschland und Europa. Zahlreiche Schallplatten-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen ergänzen ihre künstlerische Tätigkeit.


Uta Singer

studierte an der Musikhochschule Lübeck Bühnen- und Konzertgesang und Schulmusik mit Leistungsfach Chorleitung. Ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit als Sängerin gilt der Übernahme von Soloparts als Sopranistin in Oratorien. Ein zweites besonderes Interesse gilt der Zusammenarbeit mit professionellen Instrumental-Ensembles. Hierbei steht die Literatur der deutschen, italienischen und französischen Früh- und Hochbarockmusik im Mittelpunkt. In unterschiedlicher Besetzung entstehen themenbezogene Konzerte (Ensemble Marescotti). Durch die Liebe zum Kunstlied widmet sie sich musikalisch-literarischen Programmen. Konzertverpflichtungen führten Uta Singer in verschiedene europäische Länder und nach Israel. Neben ihrer Tätigkeit als Sopranistin arbeitet sie mit Kammer- und Oratorienchören und widmet sich pädagogischen Aufgaben als Stimmbildnerin. Seit Frühjahr 2014 leitet sie den Deutschen Ärztechor in Zusammenarbeit mit Alexander Mottok.

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